Author:
• Montag, November 09th, 2009

Grünland Schwefel

Schwefel im Grünland Gewinn liegt im Grundfutter

Stickstoff, Phosphor, Kali und so weiter, unzählige Abhandlungen gibt es darüber. Aber wo bleibt der Schwefel?  Wurde er im Eifer des Gefechtes als wichtiger Makronährstoff vergessen, oder war genug  Schwefel als Dünger vorhanden? Diese Frage stellt sich mehr und mehr. Selbst die Wissenschaft stellt fest, dass es in Bezug auf das Element Schwefel als Düngemittel erheblichen Forschungsbedarf gibt. Wo liegt der Weisheit letzter Schluss? Neben Raps und Getreide zeigt in einigen Untersuchungen auch Grünland eine positive Reaktion auf Schwefeldüngung. Die Ergebnisse der Untersuchungen variieren in Abhängigkeit vom Standort und der Nutzungsintensität.

Fest steht das der Schwefel Bedarf enorm zugenommen hat. Fest steht auch, dass die Schwefeleinträge aus der Luft deutlich abgenommen haben. Ich würde bald sagen diese Quelle kann meiner Meinung nach völlig außer Acht gelassen werden.

Gute Futterqualitäten und hohe Erträge sind ohne zusätzliche Schwefel Dünger nicht mehr möglich. Die Pflanze benötigt den Schwefel, Sulfur bzw. Sulphur zur Bildung von Chlorophyll zum Aufbau von Eiweiß in der entsprechenden Qualität. Schwefel ist als Makroelement für die Ernährung der Pflanzen vor allem für den Aufbau der schwefelhaltigen Aminosäuren und einiger B-Vitamine von essentieller Bedeutung.  Die Folge ist ein höherer Energie Gehalt und eine bessere Lager Eigenschaft der Silage.

In zahlreichen Grünlandversuchen wurden Mehrerträge durch eine ordentliche Schwefel Düngung  erzielt. Auch aus Grassilage Analysen zeigt sich ein enormer Schwefel Bedarf. Anfällig für Schwefelmangel sind leichte, humusarme Böden an industriefernen Standorten bei intensiver Nutzung. Nicht nur im ersten Grünlandschnitt sondern auch in den folgenden konnte durch Schwefel ein erheblicher Mehrertrag erzielt werden. Die Schwefelabfuhr mit dem Ernte Gut liegt bei ca. 45 Kg/ha Schwefel. Diese Zahl basiert auf reine Schnittnutzung bei Weideflächen ist der Entzug geringer. Bei hoher Schnittnutzung sollte die Schwefelgabe mit 10-20 kg/ha und Schnitt ausreichend sein. Schwefelmangel zeigt sich an blassen gelblichen Blättern ähnlich dem Stickstoffmangel. Auch an Hand einer Futteruntersuchung kann man den Schwefel Bedarf erkennen bei einem Stickstoff Schwefel Verhältnis von 15:1 das entspricht 3% Stickstoff und 0,2% Schwefel in der Trockensubstanz, kann auf alle Fälle von einem Mangel ausgegangen werden.  Beim Verhältnis 10:1 ist die Schwefel Versorgung in Ordnung. Wirtschaftsdünger tragen nur unbedeutend zur Schwefel Versorgung bei somit sollte in jedem Fall der Schwefel in mineralischer Form als Dünger gegeben werden.

Dabei zeigt sich das Elementarer Schwefel Dünger, Schwefel Bentonit Pastillen einen enormen Vorteil bieten. Natürlich wird dieser elementarer Schwefel erst durch Umsetzungsprozesse in pflanzenverfügbare Sulfat Form um gewandelt. Er ist dann aber bis zu 90 % pflanzenverfügbar. Dabei kann die volle Menge bereits im zeitigen Jahresverlauf vor dem 1. Schnitt gegeben werden ohne  Angst haben zu müssen, dass für den weiteren Aufwuchs kein Schwefel mehr zur Verfügung steht. Durch die stetige Umsetzung des elementaren Schwefels wirkt er wie ein Depotdünger ohne nennenswerte Sulfat Verluste. Die Pflanzenverfügbarkeit liegt bei 90 % die des Sulfat Schwefels bei anderen Dünger Formen bei 5 bis max. 20%. Der Rest ist verloren hat viel Geld gekostet und belastet die Umwelt. Betrachtet man zusätzlich die Kosten für Sticksoff und bedenkt dass ohne Schwefel die Nitrat Verluste besonders hoch sind sollte man auf Schwefel nicht mehr verzichten.

You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.