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• Dienstag, März 19th, 2013

Das Element Schwefel gehört zu den lebensnotwendigen Stoffen, die von allen Pflanzen benötigt werden. Es wird in Form von Sulfat zur Phototsynthese und zur Herstellung wichtiger Aminosäuren benötigt. Das Sulfat wird hauptsächlich durch das Wasser und den Boden aufgenommen.

Sulfatmangel – ein ernstes Problem

Seit den Achtziger Jahren wurden international große Bemühungen unternommen, um den Ausstoß von Luftschadstoffen zu verringern. Bestimmt sind Ihnen die Schlagzeilen mit den negativen Auswirkungen des sauren Regens noch gut in Erinnerung. Der Regen wurde durch Schwefelverbindungen (Sulfate) sauer, die mit dem Wasser in den Boden gelangten. Heute dagegen ist das anders. Die Luft ist sauberer geworden. Obgleich das von den meisten Menschen begrüßt wird, gibt es auch negative Effekte. Dazu zählt der Sulfatmangel. Auf der Grundlage von Berechnungen der verminderten Schwefelmenge, die über die Luft in den Boden gelangt wurde berechnet, dass bereits heute mehr als ein Drittel aller Ackerflächen in Deutschland zu wenig Sulfat aus der Luft bekommen. Bis zum Jahr 2060 wird der Anteil der Ackerfläche mit einem Risiko von Sulfatmangel auf über 50 Prozent angewachsen sein.

Wie zeigt sich Sulfatmangel?

Sulfatmangel wird besonders bei den Getreidearten wie beispielsweise Weizen deutlich. Es kommt nicht nur zu deutlichen Ertragsminderungen, sondern die Qualität des Mehls und seine Backeigenschaften fallen schlechter aus. So enthalten Körner, die von sulfatreichen Böden stammen, deutlich weniger Vorstufen der Substanz Acrylamid. Acrylamid ist ein Stoff, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Er wird beim Backen, Kochen und Frittieren gebildet. Weizen von schwefelarmen Böden enthält bis zu dreißig Mal mehr Acrylamid als solcher, der auf schwefelreichen Boden gewachsen ist.

Lassen Sie sich beraten

Während die Analyse des im Boden befindlichen Stickstoffs und Phosphats zwingend vorgeschrieben ist, trifft das auf Sulfat nicht zu. Sie müssen selbst entscheiden, ob Sie die in der Fachpresse für Ihre Region veröffentlichten Vergleichswerte für Ihre landwirtschaftlichen Flächen übernehmen wollen oder ob Sie die Ausgabe investieren wollen und eine eigene Bodenanalyse in Auftrag geben möchten. Bevor Sie diesen Schritt unternehmen, sollten sie jedoch mit Ihren Nachbarn und dem Landwirtschaftsverband sprechen und sich abstimmen.

Quelle: http://www.denqbar.com/

Category: Allgemein
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