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• Dienstag, Februar 09th, 2010

Schwefel oder elementarer Schwefel wirkt  sehr gut zur Absenkung des pH-Wertes in Kompostsubstraten.

Bei der Herstellung von gärtnerischen Erden können bis zu 40% nährstoffarme Materialien wie zum Beispiel, Kokosfaser, Rindenhäcksel, Holzhäcksel aber auch Torf dem hochwertigen Kompost beigemischt werden. Dabei stellen sich erfahrungsgemäß pflanzenverträgliche Nährstoff und Salzgehalte ein. Durch  eine ergänzende Verwendung von sauer wirkendem Torf ist nur im Ausnahmefall mit gewünschten pH-Werten im mäßig bis schwach saueren Bereich zu rechnen.

Torffreie bzw. Torfreduzierte Substratmischungen auf der Basis von Kompost zeigen unter Kulturbedingungen oftmals eine meist neutrale bis zur alkalischen Reaktion. Damit verbunden sind Schäden durch induzierten Spurennährstoff oder auch Phosphatmangel. Bemühungen durch Düngung ( sauerwirkende Düngung ) oder eine mögliche Bewässerung mit kalkfreiem Wasser eine Veränderung der Alkalität dieser Kompostsubstrate zu erreichen sind meistens nicht zu erreichen. Bei der Verwendung von starken Säuren wie Schwefel-Säure oder auch Salpeter-Säure wird auf Grund der Kultur gefährdenden  ätzenden Wirkung eine deutliche Grenze aufgezeigt.

Schwefel insbesondere elementarer Schwefel  sind in seiner versauernden Reaktion Kultur schonend und wirkungsvoll zu gleich. Bisher fehlte aber dem gärtnerischen Pflanzenbau jegliche Erfahrung in Bezug auf die Verwendung von elementarem Schwefel. Wissenschaftler haben in einem mehrjährigen Forschungsprojekt umfangreiche Untersuchungsergebnisse und Anwendungsempfehlungen zu Verwendung von Schwefel zur pH-wert Absenkung in Kultur-Substraten erarbeitet.

Elementarer Schwefel, Schwefel-Bentonit Pastillen.

Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Die pH-Absenkung mit elementarem Schwefel erfolgt durch ubiquitäre Bakterien.
  • Die mikrobielle Schwefel-Transformation im Substrat zu Schwefelsäure ist im Hinblick auf die kalkzehrende Wirkung (pH-Absenkung) sehr effizient.
  • Die pH-Absenkung beruht auf der Umwandlung von basisch wirkendem Calciumcarbonat zu Calciumsulfat, welches keinen Einfluss auf den pH-Wert nimmt und in einem sehr weiten Rahmen das Pflanzenwachstum nicht beeinträchtigt.
  • In ursprünglich kalkreichen Substraten auf der Basis von qualitativ hochwertigem Kompost können durch gezielte pH-Absenkungen Pflanzenschäden in Folge von Spurennährstoff- oder Phosphatmangel vermieden werden. Selbst säureliebende Pflanzen, wie z.B. Calluna, Rhododendron, Citrus und Bougainvillea lassen sich in derartigen Substraten kultivieren.
  • Eine Gefährdung durch Verätzungen ist bei der Schwefelanwendung nicht gegeben, da die Schwefelsäure erst im Substrat gebildet und dort ab gepuffert wird.
  • Elementarer Schwefel steht als mineralischer Rohstoff aus natürlichen Vorkommen, insbesondere aber als Rückstandsschwefel aus verschiedenen Bereichen der Industrie in großen Mengen zur Verfügung.
  • Die Kosten für die Substratherstellung werden durch Schwefelgaben nur unwesentlich erhöht.

Elementarer Schwefel, Schwefel-Bentonit Pastillen.

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• Montag, November 02nd, 2009

Den Böden fehlt Schwefel

Jahrelang war das Waldsterben bedingt durch den sauren Regen Thema Nr.1 im Umwelt und Naturschutz. Durch gezielte Gegenmaßnahmen  konnte dieser Prozess gestoppt  werden. Mittlerweile zum Leidwesen vieler Bauern.

Heute müssen die Bauern  um Ihre Ernte zu sichern, sich um eine nachhaltige Schwefel Düngung Gedanken machen. Sie müssen sich entscheiden zwischen elementaren Schwefel  der zu 90 % Pflanzenverfügbar und nachhaltig wirkt, oder dem Einsatz von Sulfat Schwefel  der max.20% Pflanzenverfügbar ist und dementsprechend durch Auswaschung die Umwelt und das Grundwasser belastet. Ich glaube die Mischung macht es. Denn was früher als kostenloser Dünger auf Felder und Wiesen herab rieselte bleibt heute in den Filtern der Entschwefelungsanlagen hängen. Bundesweite Untersuchungen haben ergeben, dass der im Boden pflanzenverfügbare Schwefel in diesem Jahr noch geringer war. Der Anteil von unterversorgten Ackerflächen nimmt besorgniserregend zu.

Schwefel wandelt sich sozusagen „ vom Saulus  zum Paulus „                                                                Dies bedeutet sich völlig verändern; vom Gegner zum Befürworter einer Sache werden; bekehrt werden. Die Deutung geht zurück auf den Christenverfolger Saulus, der sich bekehren ließ und zum Apostel Paulus wurde. Berichtet wird darüber in der Apostelgeschichte in der Bibel. Dort trägt die Hauptfigur sowohl den Namen Saulus als auch Paulus. Wahrscheinlich hatte er beide Namen von Kindheit an.

Die Deutung bezogen auf den Schwefel in seiner Wandlung vom Schadstoff,  zum wichtigen Nährstoff in der Produktion von,  Lebens und Futtermitteln,  sowie Rohstoffen  in der landwirtschaftlichen Industrieproduktion.